Archive for the 'USA' Category

US-Terrorermittler vermutet „false flag“ im Vorfeld von 9/11

Nach 14 Jahren der Geheimhaltung wurden vom US-Kongress nun Dokumente veröffentlicht, die ein neues Licht auf die Ereignisse des 11. Septembers 2001 werfen. Es handelt sich um 28 Seiten des „Report of the U.S. Senate Select Commitee on Intelligence and U.S. House Permanent Select Commitee on Intellicence“ vom Dezember 2002. Das Schriftstück erschien noch vor dem „9/11 Commission Report“ . Zu verdanken haben wir die Veröffentlichung zwei US-Senatoren: dem Republikaner Walter Jones und dem Demokraten Stephen Lynch, die seit Jahren die Aufhebung der Geheimhaltung fordern. Der Seite abc news gegenüber hat sich der ehemalige US-Chef-Koordinator für die Terrorabwehr Richard Clarke nun über die „28 Seiten“ geäußert und explizit die Möglichkeit einer „false flag“-Mission, die zu den 9/11-Anschlägen führte, geäußert. Nur so kann er sich erklären, dass die CIA trotz fundierter Erkenntnisse über den Aufenthalt mehrerer 9/11-Attentäter auf US-Boden entscheidende Informationen nicht ans FBI und die US-Regierung weitergegeben hat.

Im Fokus der „28 Seiten“ steht ein damals in den USA lebender und arbeitender saudischer Staatsbürger namens Omar al-Bayoumi. Obwohl dieser in regelmäßigem Kontakt mit zwei der 9/11-Flugzeugentführer stand, wird er im „Commission Report“ als integer und unverdächtig beschrieben:

Bayoumi, then 42 years old, was in the United States as a business student, supported by a private contractor for the Saudi Civil Aviation Authority, where Bayoumi had worked for over 20 years. […] Bayoumi is a devout Muslim, obliging and gregarious. […] Our investigators who have dealt directly with him and studied his background find him to be an unlikely candidate for clandestine involvement with Islamist extremists.

Ganz anders sehen ihn allerdings die „28 Seiten“ des Senatsreports. Schon seit 1999 ging das FBI demnach Hinweisen nach, Bayoumi könnte ein saudischer Geheimdienstmitarbeiter sein. Als die beiden 9/11-Täter Khalid al-Mihdar und Nawaf al-Hazmi im Februar 2000 in San Diego landeten, hat Bayoumi ihnen geholfen, eine Wohnung zu finden und sich in den USA einzuleben. Er stand zugleich in regem Kontakt mit verschiedenen saudischen Behörden in den USA. Während der 9/11-Ermittlungen fand das FBI nun heraus, dass die Verbindungen al-Bayoumis zur saudischen Regierung noch enger waren als vermutet und er zugleich Sympathien zum Jihadismus hegte. Er habe in regelmäßigem Kontakt gestanden zum „Emir at the Saudi Ministry of Defense“, der für die Flugüberwachung zuständig ist. Vom saudischen Finanzministerium soll er einmalig 20.000$ überwiesen bekommen haben. Die Firma, für die er angeblich arbeitete, zahlte ihm zwar monatlich einen Lohn, er ließ sich dort aber so gut wie nie blicken. Das FBI fand heraus, dass sie beim saudischen Verteidigungsministerium unter Vertrag stand. Er stand in regelmäßigem Kontakt mit der saudischen Botschaft in Washington, saudischen Konsulaten und anderen Behörden.

Clarke stellt die Überlegung auf, ob der wahre Grund dafür, dass wichtige Indizien von der CIA nicht weitergegeben wurden, darin liegen könnte, dass Bayoumi ein saudischer Agent war, der Al-Qaida im Auftrag der CIA infiltrieren sollte. So hätten saudischer Geheimdienst und CIA die beiden Attentäter bereits als Jihadisten entlarvt und gemeinsam observiert. Clarkes schlichte These lautet: Der saudische Bürger al-Bayoumi hat seine islamistische Ideologie vorgespielt, um das Vertrauen von al-Mihdar und al-Hazmi zu erlangen. Und das werde in Geheimdienstkreisen eine „false flag“- Mission genannt.

The CIA is not authorized to run intelligence operations in the U.S. Even if it were, most CIA employees would have had a hard time making friends with al-Mihdhar and al-Hamzi.

A fellow Saudi like al-Bayoumi, however, would stand a much better chance, especially if he pretended to be an al-Qaeda sympathizer acquainted with people like the radical imam al-Alwaki. In the parlance of the intelligence world, such approaches to potential sources of information, using false pretenses, are known as false flag operations. […]

Had FBI been informed, however, it very likely would have vetoed the idea and moved quickly to arrest the two men.

Diese „false flag“-Mission wäre also aufgeflogen, hätte die CIA ihre Informationen weitergegeben. Dass sie am Ende gescheitert ist, wie am 11. September 2001 die Welt mit Schrecken erleben musste, wäre dann nur ein bedauerliches Scheitern einer großangelegten Infiltration gewesen.

Die These von Clarke passt nicht so recht zu weiten Teilen der „28 Seiten“. Dort entfaltet sich ein Panorama verschiedenster Verwicklungen des saudischen Königshauses, der saudischen Regierung und des saudischen Geheimdienstes mit einem Netzwerk von radikal-wahabitischen Organisationen in aller Welt. Dass es nur darum gegangen sei, terroristische Aktivitäten zu verhindern, mag glauben wer will. Die deutschen Medien schweigen zu den „28 Seiten“ übrigens weitgehend, und dem Auswärtigen Amt liegen „keine Erkenntnisse darüber vor“ , dass offizielle Stellen Saudi-Arabiens in die Finanzierung der 9/11-Anschläge involviert waren.

Die amerikanische Notenbank Federal Reserve wird 100 Jahre alt

district-of-columbia-federal-reserve-bank-historyAuf den Tag genau vor 100 Jahren, einen Tag vor Heiligabend, unterschrieb Präsident Woodrow Wilson den Federal Reserve Act. Nach mehreren gescheiterten Anläufen gelang es damit einem Konsortium von Bankern, die Kontrolle über die US-Währung in private Hände zu bekommen. Seither hat der US-Dollar 95% seines damaligen Wertes verloren.

Vergeblich versuchten mehrere US-Präsidenten die Einführung eines Zentralbanksystems zu verhindern. So schrieb Thomas Jefferson 1816 an John Taylor:

Ich bin fest davon überzeugt, dass Banken gefährlicher sind als stehende Armeen und dass das Prinzip ständiger Verschuldung und Geldausgabe im Namen der ‚Finanzierung‘, das von der Nachwelt bezahlt werden muss, nichts weiter ist als großdimensionierter Betrug an der Zukunft. Wenn das amerikanische Volk es den Banken erlaubt, die Ausgabe ihres Geldes zu kontrollieren, zuerst durch Inflation, dann durch Deflation, dann werden die Banken und Konzerne, die um diese Banken heranwachsen, den Menschen ihren ganzen Besitz wegnehmen, bis ihre Kinder obdachlos aufwachen auf dem Kontinent, den ihre Väter erobert haben. Sie [die Banker] haben bereits eine Geldaristokratie geschaffen. Die Macht, Geld auszugeben, sollte den Banken weggenommen und dem Volk zurückgegeben werden, in dessen Hände sie eigentlich gehört.

Nachdem die „Second Bank of the United States„, eine Zentralbank nach Vorbild der Bank of England, genau wie bereits die „First Bank of the United States„, wegen Verfassungsbedenken geschlossen wurde, richtete US-Präsident Andrew Jackson 1832 warnende Worte an die Zentralbanker:

Gentlemen, ich habe Sie über einen langen Zeitraum beobachtet und bin überzeugt, dass Sie die Gelder der Bank dazu mißbraucht haben, mit der Speisekammer des Landes herumzuspekulieren. Haben Sie gewonnen, dann haben Sie die Gewinne unter sich aufgeteilt. Haben Sie aber verloren, dann haben Sie die Verluste der Bank in Rechnung gestellt. Sie behaupten, sollte ich die Bank auflösen, würde ich zehntausend Familien ruinieren. Das mag stimmen, Gentlemen, aber das ist Ihre Schuld! Sollte ich Sie aber gewähren lassen, werden Sie fünfzigtausend Familien ruinieren, und das wäre dann meine Sünde! Sie sind eine Grube voller Giftschlangen und Diebe, und ich werde Sie ausmerzen!

Im Jahre 1913 gelang es William und John D. Rockefeller, J. P. Morgan, Paul Warburg und anderen einflussreichen Bankern, ihren Plan einer mächtigen privaten US-Zentralbank in die Tat umzusetzen, nachdem sie Woodrow Wilson durch  Wahlkampfgelder ins Präsidentenamt verholfen hatten. Seither stolperte die Federal Reserve von einer Fehlleistung in die nächste. Patrick Welter schreibt in der F.A.S.:

Während der Großen Depression in den dreißiger Jahren war die Meinung unter den Fed-Mitgliedern weit verbreitet, dass die Geldpolitik gegen die Wirtschaftskrise machtlos sei. „Mit billigem und im Überfluss vorhandenen Kredit glauben wir nicht, dass die wirtschaftliche Erholung beschleunigt wird, indem man den Kredit billiger und noch reichlicher macht”, argumentierte ein Fed-Vertreter 1930.

[…]

Die Stimmung der Machtlosigkeit zog sich durch die Fed-Debatten der dreißiger Jahre, vermischt in den späteren Jahren mit der Sorge, dass eine monetäre Expansion die Inflation verschärfen würde, obwohl die Wirtschaft erst mühsam eine Erholung begonnen hatte. Im Ergebnis ließ eine passive Fed zunächst den drastischen Verfall der Geldmenge zu, der die Wirtschaft weiter in den Abgrund stürzte. Später straffte die Zentralbank die Geldpolitik zu schnell, was zu einer zweiten Rezession führte.

Auch während der zweiten großen Fehlleistung der Federal Reserve, der großen Inflation in den siebziger Jahren, vertraute sie ihrer eigenen Geldpolitik nicht mehr. „Selbst eine lange Zeitspanne der hohen und steigenden Arbeitslosigkeit mag nicht ausreichen, um den Inflationsprozess in den Griff zu bekommen”, erklärte der Fed-Vorsitzende Arthur Burns 1971 in einer Anhörung vor dem Kongress.

[…]

Vor der [derzeitigen] Krise glaubten die Notenbanker um Alan Greenspan und Ben Bernanke, sie könnten die schädlichen Folgen eines Verfalls der Hauspreise ausgleichen. Auch während der Krise – und eingedenk der Erfahrungen der dreißiger Jahre – schien das Vertrauen der Notenbanker groß, mit einer aggressiven geldpolitischen Lockerung den Kollaps des Finanzsystems verhindern zu können. In bemerkenswerter Parallele zu den dreißiger Jahren aber zeigen manche der Fed-Notenbanker zunehmend die begrenzten Möglichkeiten der Geldpolitik auf, zum Teil mit analogen Argumenten wie ihre Vorgänger. Der regionale Fed-Präsident von Dallas, Richard Fisher, stellt etwa in Frage, warum die Fed noch mehr monetäre Liquidität bereitstellen solle, wenn doch schon genügend davon brach liege. Andere mahnen, dass der jahrelange Nullzins zu neuen Fehllenkungen am Kapitalmarkt führe. Auch könne ein zu später und zu langsamer Ausstieg aus der quantitativen Lockerung, dem Ankauf überwiegend von Staatsanleihen, in der Zukunft einen Inflationsschub auslösen.

Selbst die Ermordung John F. Kennedys wird häufig mit seiner Ablehnung des Federal Reserve Systems in Verbindung gebracht. So verfügte dieser mit der „Executive Order 11110„, eine silbergedeckte Währung vom Department of Treasury auszugeben. Nach seiner Erschießung hob sein Nachfolger Lyndon B. Johnson die Order auf und zog die inzwischen 4,2 Milliarden „United States Notes“ wieder aus dem Verkehr.

Wenngleich der US-Dollar alias Federal Reserve Note noch immer die Weltleitwährung darstellt, ist es erstaunlich ruhig um dieses Jubiläum. Geheimnisse ranken sich um die Federal Reserve, Theorien um eine Verschwörung der Hochfinanz blühen seit langem schon. Einen Grund zum Jubeln stellt dieses Jubiläum mit Sicherheit nicht dar, viel mehr Anlass zu dringenden Fragen über die Macht der Banken und die Ohnmacht der Staaten. Woodrow Wilson konstatierte nach der Unterzeichnung des Federal Reserve Act, als ihm die Tragweite des Gesetzes dämmerte:

Ich bin ein höchst unglücklicher Mann. Unwissentlich habe ich mein Land ruiniert. Eine große Industrienation wird kontrolliert von ihrem Kreditsystem. Dieses System ist hochkonzentriert. Das Wachstum der Nation und alle unsere Aktivitäten befinden sich in den Händen einiger weniger Menschen. Wir haben uns zu einer der am schlechtesten geführten, am meisten überwachten und beherrschten Regierungen der zivilisierten Welt entwickelt. Unsere Regierung ist nicht länger eine der freien Meinung und Willensbildung, nicht länger eine Regierung der Überzeugungen sowie der Stimmen der Mehrheit. Sie steht unter der Meinung und Herrschaft einer kleinen Gruppe.

 

Weiterführende Links:

100 Jahre Federal Reserve System – Geschichte eines Machtmonsters

E-Mail-Leak: Steckt der Westen hinter dem Giftgasangriff nahe Damaskus?

britam_logoIm Januar 2013 gelang es einem Hacker, sich Zutritt zu streng vertraulichen internen E-Mails des privaten britischen Militärdienstleisters Britam Defence zu verschaffen. Vor dem Hintergrund des mutmaßlichen Giftgasangriffs nahe Damaskus am 21. August legt eine der Mails die Vermutung nahe, dass Rebellengruppen selbigen mit Billigung der US-Regierung zu verantworten haben. So schrieb David Goulding, Business Development Director bei Britam Defence, am 25. Dezember letzten Jahres eine Mail mit folgendem Wortlaut:

Phil

We’ve got a new offer. It’s about Syria again. Qataris propose an attractive deal and swear that the idea is approved by Washington.

We’ll have to deliver a CW to Homs, a Soviet origin g-shell from Libya similar to those that Assad should have. They want us to deploy our Ukrainian personnel that should speak Russian and make a video record.

Frankly, I don’t think it’s a good idea but the sums proposed are enormous. Your opinion?

Kind regards
David

Demnach kam aus Katar der von Washington gebilligte Vorschlag, chemische Waffen und passende Abschussvorrichtungen libyscher Bauart nach Homs zu schicken. Der Giftgaseinsatz sollte so aussehen, als wäre er vom syrischen Militär ausgeführt worden. Goulding äußert zwar Bedenken, betont aber die „enormen Summen“, die dieser „attraktive Deal“ bringen würde.

Ende Januar 2013 berichtete hierüber die Onlineausgabe der britischen Daily Mail, wenige Tage später wurde der Artikel allerdings gelöscht. Über eine Webcache-Seite ist er allerdings noch zugänglich. Sollte es stimmen, dass die USA ihre Zustimmung zu einem solchen Verbrechen gegeben haben, dürfte es naheliegen, dass der tödliche Giftgaseinsatz nahe Damaskus das mörderische Werk bewaffneter Rebellengruppen mit Unterstützung privater westlicher Militärdienstleister war.

 

Weiterführende Links:

Am Samstag hat die syrische Armee in Jobar, einem Stadtteil von Damaskus unweit der mutmaßlichen Giftgasattacke, einen unterirdischen Gang entdeckt, in dem Terroristen Material für Giftgasanschläge (Herkunft: USA, Katar, Saudi-Arabien) horteten. Ein russisches Filmteam war bereits vor Ort.

Tagesschau.de fragte schon vor drei Monaten: Setzten syrische Rebellen Giftgas ein? Ein UN-Bericht bejaht die Frage eindeutig.

Ebenfalls im Mai meldete Russia Today, in der Türkei seien von Sicherheitskräften bei Kämpfern der Al-Nusra-Front zwei Kilogramm Sarin gefunden worden.

Laut Guardian musste die Daily Mail 110.000 Pfund Strafe an Britam Defense für die Anschuldigungen in ihrem Artikel zahlen. Britam leugnet die Echtheit der zitierten Mail, bestätigt aber zugleich das Datenleak.

9/11: Der Mythos hat sich etabliert

Inzwischen ist es 11 Jahre her, seit der am wenigsten aufgeklärte Terrorakt der Weltgeschichte die USA ereilt hat. Wozu auch aufklären? Der Mythos funktioniert perfekt. Aufwendig geplante Gedenkveranstaltungen und Schweigeminuten, wer nicht mitmacht, muss sich heftige Kritik anhören. Nun, da sich der Mythos etabliert und institutionalisiert hat, ist die Mauer des Schweigens über die wirklichen Geschehnisse zu einem unüberwindlichen Betongebilde gewachsen.

In den Medien wird die Zahl derer, die an den offiziellen und offensichtlich erlogenen Erklärungen zweifeln, marginalisiert, sie werden als hoffnungslos Verschwörungstheorien Verfallene stigmatisiert. Die Art und Weise, wie von Seiten der Medien mit den Forderungen nach Aufklärung der Ereignisse umgegangen wird, erinnert an die Systeme Stalins und Hitlers.

Was viele Menschen nicht wissen, ist, dass sich ernstzunehmende Menschen in sehr vielen Gruppierungen zusammengeschlossen haben, alle mit der gleichen Forderung nach Aufklärung. Hier nur eine Auswahl:

http://www.ae911truth.org/

http://www.pilotsfor911truth.org/

http://www.scholarsfor911truth.org/

http://firefightersfor911truth.org/

http://www.scientistsfor911truth.org/

http://l911t.com/

http://pl911truth.com/

http://www.militaryofficersfor911truth.org/

http://www.cf911truth.org/

http://mp911truth.org/

Menschen aus unterschiedlichsten Berufszweigen haben sich in gemeinnützigen Organisationen zusammengeschlossen, nicht allein, um auf die Fakten hinzuweisen, die von den Medien auf gleichgeschaltete Weise ignoriert und durch den Mythos ersetzt werden. Es geht auch darum, dem v.a. in der westlichen Welt herrschenden Meinungsdiktat entgegenzuwirken, das es uns unausgesprochen verbietet, den Mythos infrage zu stellen, wollen wir als ernstzunehmend und glaubwürdig gelten.

Bleibt die Frage, was wäre, wenn die Wahrheit hinter den 9/11-Ereignissen tatsächlich eine großangelegte Verschwörung wäre? Es wäre die endgültige moralische Bankrotterklärung der gesamten westlichen Welt. Es wäre eine Wahrheit, die zu offenbaren den zynischen und gnadenlosen Machtapparat der vermeintlich freiheitlichen und moralisch guten westlichen Welt bloßstellen würde.

Kürzlich hat der amerikanische Fernsehsender PBS eine Dokumentation ausgestrahlt, in der eine Wiederaufnahme der Ermittlungen gefordert wird in Anbetracht der Beweise, die eine kontrollierte Sprengung der WTC-Türme vermuten lassen:

Günter Grass warnt vor Atomkrieg

Dass Günter Grass‘ Prosagedicht „Was gesagt werden muss“ hohe Wellen schlagen würde, dürfte klar gewesen sein. Immerhin greift er darin den Staat Israel frontal an mit Sätzen wie diesem:

Warum sage ich jetzt erst,
gealtert und mit letzter Tinte:
Die Atommacht Israel gefährdet
den ohnehin brüchigen Weltfrieden?

Hier sei Ursache und Wirkung vertauscht, tönte es sogleich voller Empörung von allen Seiten, denn eindeutig stelle ja Iran die Gefährdung dar, nicht Israel. Im ARD-Interview bezieht sich der Nobelpreisträger auf den kürzlichen Besuch von Israels Premier Benjamin Netanjahu in Washington Anfang März. Dort warb er um Garantien, im Falle eines Alleingangs gegen Iran im Notfall auf amerikanische Unterstützung zählen zu können. Auch wies Grass auf den Verkauf deutscher U-Boote an Israel hin, die mit Atomsprengköpfen bewaffnet werden könnten.

Damals überreichte der Premier dem US-Präsidenten ein Exemplar des alttestamentlichen Buches Esther. Es handelt von einem persischen König, der die Ausrottung der Juden im ganzen Land befahl, am Ende jedoch am Galgen endete. Die Botschaft ist eindeutig und richtet sich wohl in erster Linie an die breite Front der in heilgeschichtlichen Zusammenhängen fühlenden Amerikaner, denen der Schutz Israels aus ebensolchen Gründen am Herzen liegt. Die geforderten Garantien hat Netanjahu von Obama bekommen, eine militärische Option wurde explizit in Betracht gezogen.

Die Gefahr, die vom Iran ausgeht, entspricht in etwa der Gefahr, die vom Irak Saddam Husseins ausging. Es handelt sich um eine virtuelle Gefährdung, denn die Existenz eines Atomwaffenprogramms gilt sogar dem US-Geheimdienst CIA als unwahrscheinlich. Selbst wenn sich nach einem Militärschlag herausstellen sollte, dass Iran keine Atomwaffen gebaut hat, welche Konsequenzen würde dies haben? Wohl keine, wie der Irakkrieg gezeigt hat.

Wenn Günter Grass „mit letzter Tinte“ seinen Ruf riskiert, um die Welt vor Israels Kriegsplänen zu warnen, sollten wir uns hüten, darin Symptome des geistigen Abbaus eines alternden Schriftstellers zu sehen. Vielmehr sollten wir den Mut würdigen und den Tatsachen endlich ins Auge sehen: Die Welt hat sich seit dem 11. September 2001 verändert. Präventivkriege im Namen virtueller Bedrohungen sind seither zur geläufigen Doktrin geworden. Ein archaisches Freund-Feind-Schema, durch die Massenmedien millionenfach verbreitet, verhindert einen klaren Blick auf die wahre Situation. Die Vorverurteilung ist an die Stelle rechtsstaatlicher Normen getreten. Folter gilt als gangbare Methode zur „Wahrheitsfindung“. Im Namen der Terrorabwehr wird allenorts der Überwachungsstaat aufgebaut. Zugleich wird die geläufige höchst spekulative Deutung der 9/11-Ereignisse ebenso wie die Täterschaft des Saudis Osama Bin Laden als unumstößliche Wahrheit proklamiert.

„Was gesagt werden muss“ ist mitnichten ein antisemitisches Pamphlet, sondern eine Mahnung in letzter Sekunde. Die Sorge vor einem nuklearen Krieg treibt Günter Grass an, keine Israel- oder womöglich Judenfeindlichkeit. Der Umgang des Westens mit der Wahrheit zwingt ihn zum Brechen seines Schweigens. Doch fruchtbringend werden seine Worte nur werden, wenn noch viel mehr Intellektuelle sich die Worte zu eigen machen würden:

ich schweige nicht mehr,
weil ich der Heuchelei des Westens
überdrüssig bin

Lesen Sie auch:

Stellungnahme der „Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V.“

Umstrittenes Zitat von Ahmadinedschad: Der iranische Schlüsselsatz (sueddeutsche.de)

Kommentar: Friedenspreis statt Schelte für Günter Grass (Thomas Nehls, tagesschau.de)

Die israelischen Atomwaffen und ihre Bedeutung für die Konflikte im Nahen und Mittleren Osten (Clemens Ronnefeldt, ag-friedensforschung.de)

Syrien: Orientexperte erhebt schwere Vorwürfe gegen den Westen

Als vor wenigen Tagen die Beobachtermission der Arabischen Liga in Syrien gestoppt wurde, war die Sachlage in den Medien klar: Assad hat die Gewalt nicht beendet, das Morden Unschuldiger geht weiter. Unterdessen liefert die in London ansässige „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ Informationen über die genaue Situation und die Zahl der Toten. Überprüfbar sind die Informationen natürlich nicht, dennoch werden sie unkritisch von allen Medien zitiert.

Nun hat der Orientexperte Prof. Dr. Günter Meyer von der Universität Mainz in einem Interview des Radiosenders Bayern 2 eine ganz andere Wahrheit verbreitet. Die Frage, ob die Beobachtermission gescheitert sei, verneint er klar. So sei die Zahl der Toten deutlich gesunken, sehr viele Gefangene seien freigelassen worden und überhaupt würden die westlichen Medien das völlig falsche Bild vermitteln, dass es sich einzig um Gewalt des Regimes gegen friedliche Demonstranten handeln würde. Meyer schildert eine völlig andere Sachlage:

Es ist ganz offensichtlich, dass wir es mit einer bewaffneten terroristischen Organisation zu tun haben, die für einen sehr großen Teil der Toten im Lande ebenfalls verantwortlich ist. Das ist durchaus auch in dieser Situation herausgekommen. Das heißt, wir haben eine klare Anti-Sichtweise gegen das Regime, eine Sichtweise, die massiv gestärkt wird durch die Interessen insbesondere der USA, aber auch durch die westlichen Verbündeten England, Frankreich, nicht zuletzt auch Deutschland. Es geht in erster Linie darum, die Achse Iran, Syrien, Hisbollah auszuschalten.

Der Radiomoderator fragt irritiert, es klinge „fast wie eine westliche Verschwörung gegen Syrien“. Meyer erhebt daraufhin schwere Vorwürfe gegen den Westen, der in Syrien einen Bürgerkrieg entfachen würde:

Wir haben es mit einem massiven Eingreifen von außen zu tun. Nicht zuletzt Berichte darüber, dass etwa 600 Mudschaheddin aus Libyen eingeflogen sind, initiiert vom CIA. CIA-Beamte, Geheimdienstbeamte, Frankreich und Großbritannien genauso, bilden Oppositionelle aus, rüsten sie aus in der Nähe von Iskenderia, nahe der syrischen Grenze, rüsten sie aus mit den Waffen, die aus den Arsenalen von Gaddafi herübergebracht werden, um hier einen Bürgerkrieg zu initiieren, um das Land insgesamt zu schwächen.

Auch betont Meyer, dass Assad nach wie vor die Mehrheit des syrischen Volkes hinter sich hat, wie eine Untersuchung der Katar-Stiftung ergeben habe. Dieses kurze Radiointerview präsentiert die Situation in Syrien völlig anders, als wir es seit Monaten in den Medien zu hören bekommen. Wie schon beim Libyeneinsatz handelt es sich auch hier aller Wahrscheinlichkeit nach um geostrategische Maßnahmen des Westens, die durch massive Propaganda verheimlicht werden. Sollten Meyers Vorwürfe stimmen und tatsächlich durch westliche Geheimdienstaktivitäten ein Bürgerkrieg ausgelöst werden, dann wäre Assad kaum vorzuwerfen, dass er diesen von außen initiierten Umsturzversuch mit Militärgewalt niederschlägt. Die Leidtragenden sind die Zivilisten.

 

Lesen Sie auch:

Syrien: Auszüge aus dem Bericht der Beobachtermission


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