Archive for the 'Fundamentalismus' Category

US-Terrorermittler vermutet „false flag“ im Vorfeld von 9/11

Nach 14 Jahren der Geheimhaltung wurden vom US-Kongress nun Dokumente veröffentlicht, die ein neues Licht auf die Ereignisse des 11. Septembers 2001 werfen. Es handelt sich um 28 Seiten des „Report of the U.S. Senate Select Commitee on Intelligence and U.S. House Permanent Select Commitee on Intellicence“ vom Dezember 2002. Das Schriftstück erschien noch vor dem „9/11 Commission Report“ . Zu verdanken haben wir die Veröffentlichung zwei US-Senatoren: dem Republikaner Walter Jones und dem Demokraten Stephen Lynch, die seit Jahren die Aufhebung der Geheimhaltung fordern. Der Seite abc news gegenüber hat sich der ehemalige US-Chef-Koordinator für die Terrorabwehr Richard Clarke nun über die „28 Seiten“ geäußert und explizit die Möglichkeit einer „false flag“-Mission, die zu den 9/11-Anschlägen führte, geäußert. Nur so kann er sich erklären, dass die CIA trotz fundierter Erkenntnisse über den Aufenthalt mehrerer 9/11-Attentäter auf US-Boden entscheidende Informationen nicht ans FBI und die US-Regierung weitergegeben hat.

Im Fokus der „28 Seiten“ steht ein damals in den USA lebender und arbeitender saudischer Staatsbürger namens Omar al-Bayoumi. Obwohl dieser in regelmäßigem Kontakt mit zwei der 9/11-Flugzeugentführer stand, wird er im „Commission Report“ als integer und unverdächtig beschrieben:

Bayoumi, then 42 years old, was in the United States as a business student, supported by a private contractor for the Saudi Civil Aviation Authority, where Bayoumi had worked for over 20 years. […] Bayoumi is a devout Muslim, obliging and gregarious. […] Our investigators who have dealt directly with him and studied his background find him to be an unlikely candidate for clandestine involvement with Islamist extremists.

Ganz anders sehen ihn allerdings die „28 Seiten“ des Senatsreports. Schon seit 1999 ging das FBI demnach Hinweisen nach, Bayoumi könnte ein saudischer Geheimdienstmitarbeiter sein. Als die beiden 9/11-Täter Khalid al-Mihdar und Nawaf al-Hazmi im Februar 2000 in San Diego landeten, hat Bayoumi ihnen geholfen, eine Wohnung zu finden und sich in den USA einzuleben. Er stand zugleich in regem Kontakt mit verschiedenen saudischen Behörden in den USA. Während der 9/11-Ermittlungen fand das FBI nun heraus, dass die Verbindungen al-Bayoumis zur saudischen Regierung noch enger waren als vermutet und er zugleich Sympathien zum Jihadismus hegte. Er habe in regelmäßigem Kontakt gestanden zum „Emir at the Saudi Ministry of Defense“, der für die Flugüberwachung zuständig ist. Vom saudischen Finanzministerium soll er einmalig 20.000$ überwiesen bekommen haben. Die Firma, für die er angeblich arbeitete, zahlte ihm zwar monatlich einen Lohn, er ließ sich dort aber so gut wie nie blicken. Das FBI fand heraus, dass sie beim saudischen Verteidigungsministerium unter Vertrag stand. Er stand in regelmäßigem Kontakt mit der saudischen Botschaft in Washington, saudischen Konsulaten und anderen Behörden.

Clarke stellt die Überlegung auf, ob der wahre Grund dafür, dass wichtige Indizien von der CIA nicht weitergegeben wurden, darin liegen könnte, dass Bayoumi ein saudischer Agent war, der Al-Qaida im Auftrag der CIA infiltrieren sollte. So hätten saudischer Geheimdienst und CIA die beiden Attentäter bereits als Jihadisten entlarvt und gemeinsam observiert. Clarkes schlichte These lautet: Der saudische Bürger al-Bayoumi hat seine islamistische Ideologie vorgespielt, um das Vertrauen von al-Mihdar und al-Hazmi zu erlangen. Und das werde in Geheimdienstkreisen eine „false flag“- Mission genannt.

The CIA is not authorized to run intelligence operations in the U.S. Even if it were, most CIA employees would have had a hard time making friends with al-Mihdhar and al-Hamzi.

A fellow Saudi like al-Bayoumi, however, would stand a much better chance, especially if he pretended to be an al-Qaeda sympathizer acquainted with people like the radical imam al-Alwaki. In the parlance of the intelligence world, such approaches to potential sources of information, using false pretenses, are known as false flag operations. […]

Had FBI been informed, however, it very likely would have vetoed the idea and moved quickly to arrest the two men.

Diese „false flag“-Mission wäre also aufgeflogen, hätte die CIA ihre Informationen weitergegeben. Dass sie am Ende gescheitert ist, wie am 11. September 2001 die Welt mit Schrecken erleben musste, wäre dann nur ein bedauerliches Scheitern einer großangelegten Infiltration gewesen.

Die These von Clarke passt nicht so recht zu weiten Teilen der „28 Seiten“. Dort entfaltet sich ein Panorama verschiedenster Verwicklungen des saudischen Königshauses, der saudischen Regierung und des saudischen Geheimdienstes mit einem Netzwerk von radikal-wahabitischen Organisationen in aller Welt. Dass es nur darum gegangen sei, terroristische Aktivitäten zu verhindern, mag glauben wer will. Die deutschen Medien schweigen zu den „28 Seiten“ übrigens weitgehend, und dem Auswärtigen Amt liegen „keine Erkenntnisse darüber vor“ , dass offizielle Stellen Saudi-Arabiens in die Finanzierung der 9/11-Anschläge involviert waren.

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Die Lebenslügen des „Pegida“-Frontmannes

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Lutz Bachmann (Copyright DPA)

Während sich eine wachsende Gruppe xenophober Mittelstandsbürger jeden Montag zu Tausenden in Dresden als „Pegida“ – „Patriotische Europäer gegen Islamisierung des Abendlandes“ trifft, um ihre angsterfüllten Vorurteile und Halbwahrheiten zu skandieren, tritt auch der Frontmann Lutz Bachmann zunehmend in den Fokus des medialen Interesses. Sein Lebenslauf verrät keineswegs den Werdegang eines um europäische oder gar christliche Werte besorgten Bürgers mit weißer Weste. Aufgrund zahlreicher Einbrüche und Diebstähle im Auftrag des Rotlichtmilieus hatte er, wie er der BILD-Zeitung gestand, eine Haftstrafe abzusitzen, vor der er 1997 nach Südafrika floh. Erst im Jahr 2000 kehrte er zurück, stellte sich den Behörden und ging für 6 Monate ins Gefängnis. Auch für Kokainbesitz musste er sich vor Gericht bereits verantworten.

Inzwischen ist bekannt geworden, dass Bachmann, der auf der Homepage seiner Werbe- und Fotoagentur „hotpepperpix“ mit der engen Zusammenarbeit mit dem Axel Springer Verlag prahlt, in Wahrheit nur als Leserreporter für die BILD tätig war. Seine Referenzen lassen außerdem den Schluss zu, dass er dem Rotlichtmilieu niemals den Rücken zugekehrt hat. Werbeprospekte für eine Tabledance-Nachtbar und einen Erotikclub sowie mehrere Fotos leichtbekleideter Frauen repräsentieren sein Oeuvre.

Eine kurze Suchmaschinen-Recherche führte mich zu einem weiteren Fall mutmaßlicher Bachmannscher Hochstapelei. So gibt er auf seiner LinkedIn-Seite an, zwischen den Jahren 1998 und 2000 ein Diplom in „Grafik & Design“ an der Universität von Kapstadt erworben zu haben. Diese Angabe muss vehement in Zweifel gezogen werden, denn während dieser Zeit hielt sich Bachmann in Südafrika auf, um der deutschen Justiz zu entkommen. Den Studiengang „Grafik & Design“ bietet die Universität zudem genauso wenig an wie „Diplom“-Abschlüsse.

Schlussendlich lässt sich konstatieren, dass Lutz Bachmann nicht nur wegen seiner islamophoben und demagogischen Neigung, sondern auch aufgrund einer maßlos aufgebauschten Selbstdarstellung ein Mensch von zweifelhaftem Charakter ist und sich keineswegs als Repräsentant der „Mitte der Gesellschaft“ eignet. Leider haben Charaktere seines Kalibers schon in der Vergangenheit Menschenmassen gegen Minderheiten aufhetzen können. Fürs neue Jahr wünsche ich mir, dass die sogenannte „Pegida-Bewegung“ an ihrer Ideen-, Ziel- und Sinnlosigkeit zugrunde gehen wird und sich Lutz Bachmann wie seine mitmarschierende Tausendschaft auf die wahrhaft christlichen und europäischen Werte besinnen werden, anstatt ein unheilvolles nationalistisches Deutschtum durch platte Parolen erzwingen zu wollen.

Die gefährliche These des Gunnar Heinsohn

Gunnar Heinsohn

Gunnar Heinsohn

Was wäre wohl geschehen, wenn Gunnar Heinsohn seinen Artikel in der FAZ statt im Wall Street Journal veröffentlicht hätte? Der Leiter des Raphael Lemkin Instituts für Xenophobie und Genozidforschung vertritt eine Grundüberzeugung, die ihm geradezu als Welterklärungsformel dient und die auch auf dem Büchermarkt reißenden Absatz erfuhr. Heinsohn glaubt nämlich die Ursache für Krieg und Gewalt entdeckt zu haben: in sogenannten „youth bulges„. Diese demographischen „Jugendbeulen“ sind dann gegeben, wenn die 15-24 Jährigen mindestens 20% der Gesellschaft ausmachen. Dann wird es nach Heinsohn ungemütlich, dann nämlich leben die überschüssigen jungen Männer ihre Energie in Krieg und Terror aus. Um seine Theorie zu untermauern, greift er auch weit in die Geschichte zurück: So vertritt er in einem seiner Bücher die umstrittene These, die Hexenverfolgung habe in Wahrheit auf Methoden der Verhütung gezielt, die den Kräuterfrauen noch bekannt waren. Erst durch ein Verhütungsverbot habe Europa es zur Weltmacht geschaft, durch eine „youth bulge“ natürlich.

Nun hat Heinsohn einen Artikel für das Wall Street Journal geschrieben mit dem Titel „Ending the West’s Proxy War Against Israel. Stop funding a Palestinian youth bulge, and the fighting will stop too.“ Seine zynische Argumentation lautet zusammengefasst: Indem das UN-Flüchtlingshilfswerk für Palästina UNRWA, das zu gut 80% von den USA und der EU finanziert werde, den notleidenden Bewohnern des Gazastreifens humanitäre Hilfe zukommen lasse, betreibe der Westen einen Stellvertreterkrieg gegen Israel. Denn damit füttere man die „youth bulge“ und schaffe ein neues Heer von Kämpfern gegen Israel. In Gunnar Heinsohns Weltbild sind palästinensische Jugendliche ausschließlich zukünftige Kämpfer.

Some 230,000 Gazan males, aged 15 to 29, who are available for the battlefield now, will be succeeded by 360,000 boys under 15 (45% of all Gazan males) who could be taking up arms within the coming 15 years.

Um Israel vor dieser Gefahr zu bewahren, schlägt Heinsohn vor, innerhalb der kommenden 15 Jahre 200.000 Palästinenser in den USA oder der EU aufzunehmen, „that would be a negligible move for the big democracies but a quantum leap for peace in the Near East.“

Es sollte nachdenklich stimmen, dass Gunnar Heinsohns These nicht nur im Kreise der Sarrazin-Leser auf positive Resonanz stößt. So fordert er, dass das Elterngeld in Deutschland für arme Familien gestrichen wird. Heinsohn hält auch Vorträge für den Bundesnachrichtendienst (BND), die Bundesakademie für Sicherheitspolitik, die britische Armee und die NATO.

Totalüberwachung = totale Kontrolle = Totalitarismus

das netzWenngleich wir seit den Enthüllungen Edward Snowdens regelmäßig über die Zumutungen verfassungswidriger Überwachung durch US-amerikanische, britische und deutsche Geheimdienste informiert werden, wurde in der Presse nur selten Substanzielles darüber geschrieben. Das bequeme Märchen über die Terrorabwehr mag glauben wer will. Sogar der ansonsten so kritische Cicero legt eine erschreckende Naivität und Ahnungslosigkeit an den Tag, wenn er den Überwachungsgegnern großer Leitmedien wie der FAZ gar einen neuen gefährlichen anti-amerikanischen Konservatismus nachsagt und die Internetkonzerne gegen jeglichen Angriff in Schutz nimmt:

Die Internet-Konzerne haben keinen Welteroberungsplan. Sie planen keinen „neuen Menschen“, höchstens neue Umsätze und Marktanteile. Man kann ihnen vielleicht Naivität, extremen kapitalistischen Pragmatismus und Technikfetischismus vorwerfen, aber sicher keine ideologische Verblendung. Sie sind, ganz einfach, neugierig auf das, was mit Technik noch alles möglich sein wird und wie man damit Geld verdienen kann. […]

Neugierig zu sein und zu bleiben ist aber der Motor von Erkenntnis und gesellschaftlicher Entwicklung. Es ist der erklärte Auftrag der Aufklärung, neue Technologien zu nutzen und sozial zu strukturieren, um sie in den Dienst der Neugierde zu stellen. Das Netz ist eine Maschine des Staunens. Und als solches sollte es gesehen und diskutiert werden.

Sollten wir also mit den Staunen erregenden neuen Technologien in blinder Bejahung auch die damit einhergehende Totalüberwachung akzeptieren? Nein, diese Haltung zeugt von einer völligen Unkenntnis der Tatsachen. Auf den Punkt gebracht hat es Sascha Lobo, warum wir eigentlich überwacht werden:

Im beginnenden Kalten Krieg ordneten die westlichen Machtzentren fast alles einer militärischen Logik unter. Eine Ideologie der Kontrolle entstand, eine Pervertierung der Kybernetik. Wenn man aus den Daten der Vergangenheit Verhalten der Zukunft vorhersagen kann, lässt sich die ganze Gesellschaft kybernetisch steuern, indem der Staat mit Anreizen und Sanktionen das berechnete Verhalten beeinflusst. […]

Leider sind weite Teile der Politik und Verwaltung überzeugt davon, dass sowohl Erfolg wie auch Misserfolg die Anwendbarkeit der kybernetischen Gesellschaftssteuerung beweisen. Im Erfolgsfall funktioniert die Methode, im Misserfolgsfall hatte man leider zu wenig Daten. Und braucht deshalb mehr Daten. Also mehr Überwachung.

Das ist der Kern der Totalüberwachung. Es geht um die kybernetische Steuerung der Gesellschaft, um Kontrolle.

Zwar ist die Kybernetik inzwischen zu einer Metawissenschaft aufgestiegen, von der kaum eine Disziplin unberührt ist. Dennoch bleibt es den meisten Menschen aufgrund völliger Unkenntnis verborgen, mit welchem totalitären Anspruch unaufhaltsam die Welt und der Mensch gleichermaßen systemkonform, das heißt steuerbar, gemacht werden.

Im folgenden möchte ich einen hervorragenden Film zum Thema Kybernetik und Überwachung empfehlen. Vor gut zehn Jahren hat der Dresdner Kunstprofessor Lutz Dammbeck die Dokumentation „Das Netz“ gedreht. Dort begibt er sich ins amerikanische Epizentrum der 68er-Revolte und enthüllt die Zusammenhänge von Hippies, LSD und Computertechnologie. Der eigentliche Motor dieses soziokulturellen Versuchslabors waren vom Militär finanzierte Forschungen, die auf die Schaffung eines „neuen Menschen“ zielten. Vorgeblich als Reaktion auf die grausamen Folgen des Nationalsozialismus sollte eine Gesellschaft geschaffen werden, die immun gegen jegliche Form von Faschismus ist. Das New Yorker „Institute for Social Research“ schien die Lösung dafür gefunden zu haben. 1950 wurde u.a. von Theodor W. Adorno eine Studie mit dem Titel „Studies in the Authoritarian Personality“ veröffentlicht, das damals umfassendste Sozialprofil einer Gesellschaft. Dammbeck fasst die Ergebnisse zusammen:

Die Ursache [für totalitäres Verhalten] sehen die Autoren in der autoritären Matrix des Menschen, die den Schlüssel zur Psychologie des Faschismus und totalitärer Systeme überhaupt bietet. Diese Matrix bildet sich durch Erziehung und Tradition und ist scheinbar unauflösbar verbunden mit der metaphysischen Vorstellung von einer übernatürlich geschaffenen Natur. […] Um Faschismus und Antisemitismus für immer zu verhindern, scheint es notwendig, die Natur des Menschen und dessen kulturelle Muster so zu verändern, dass diese autoritäre Matrix für immer verschwinden würde. […] Nach dem Gestaltpsychologen Kurt Lewin, einem Mitglied der Macy-Gruppe, müssen dafür zuerst die alten Werte und Gleichgewichte zerstört werden, um die Verhältnisse „flüssig“ zu machen. Dann können neue Werte und Gleichgewichte etabliert werden. Diese müssen dann durch Selbstregulierung dauerhaft befestigt werden, Umerziehung soll in Selbstumerziehung übergehen. Das wird die Welt in eine postnationale, multiethnische Weltgesellschaft ohne festgeschriebene Grenzen verwandeln. Die erforderlichen Werkzeuge und Baupläne für diese neue Weltordnung glaubt die Macy-Gruppe anbieten zu können: neue und schnellere Rechenmaschinen und kybernetische Modellwelten, mit denen alle Bereiche von Wissenschaft, Kultur und Politik kontrollier- und steuerbar erscheinen. Das verspricht auch die Programmierung „neuer Menschen“, antiautoritäre Menschen nach Maß.

Auch wenn Politik, Wissenschaft und Medien davor zurückschrecken, die wahren Gründe für die völlig ausufernde, alle Grenzen von Rechtsstaatlichkeit und demokratischen Grundprinzipien sprengende Totalüberwachung auszusprechen: Dank Edward Snowden wird mit jahrzehntelanger Verspätung ein öffentlicher Diskurs geführt werden müssen. Ein Diskurs über einen Geheimdienst- und Militärapparat, der im Verborgenen agiert, um auf schändliche Weise ganze Bevölkerungen zu belügen, auszuhorchen und mit Krieg und Terror zu bedrohen. Das Ziel war niemals die Verhinderung von Faschismus oder Fundamentalismus. Vielmehr ist das Ziel eine neue Form von Totalitarismus, in der Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien zu einem Machtinstrument ungeahnten Ausmaßes verschmelzen. Die Zahl derer mag heute noch gering sein, die das System kybernetischer Massenkontrolle zu erkennen bereit sind. Dank Snowden und anderen mutigen Menschen, die solche von Staaten begangene Verbrechen aufdecken, werden wir aber mehr und mehr Klarheit gewinnen.

9/11: Der Mythos hat sich etabliert

Inzwischen ist es 11 Jahre her, seit der am wenigsten aufgeklärte Terrorakt der Weltgeschichte die USA ereilt hat. Wozu auch aufklären? Der Mythos funktioniert perfekt. Aufwendig geplante Gedenkveranstaltungen und Schweigeminuten, wer nicht mitmacht, muss sich heftige Kritik anhören. Nun, da sich der Mythos etabliert und institutionalisiert hat, ist die Mauer des Schweigens über die wirklichen Geschehnisse zu einem unüberwindlichen Betongebilde gewachsen.

In den Medien wird die Zahl derer, die an den offiziellen und offensichtlich erlogenen Erklärungen zweifeln, marginalisiert, sie werden als hoffnungslos Verschwörungstheorien Verfallene stigmatisiert. Die Art und Weise, wie von Seiten der Medien mit den Forderungen nach Aufklärung der Ereignisse umgegangen wird, erinnert an die Systeme Stalins und Hitlers.

Was viele Menschen nicht wissen, ist, dass sich ernstzunehmende Menschen in sehr vielen Gruppierungen zusammengeschlossen haben, alle mit der gleichen Forderung nach Aufklärung. Hier nur eine Auswahl:

http://www.ae911truth.org/

http://www.pilotsfor911truth.org/

http://www.scholarsfor911truth.org/

http://firefightersfor911truth.org/

http://www.scientistsfor911truth.org/

http://l911t.com/

http://pl911truth.com/

http://www.militaryofficersfor911truth.org/

http://www.cf911truth.org/

http://mp911truth.org/

Menschen aus unterschiedlichsten Berufszweigen haben sich in gemeinnützigen Organisationen zusammengeschlossen, nicht allein, um auf die Fakten hinzuweisen, die von den Medien auf gleichgeschaltete Weise ignoriert und durch den Mythos ersetzt werden. Es geht auch darum, dem v.a. in der westlichen Welt herrschenden Meinungsdiktat entgegenzuwirken, das es uns unausgesprochen verbietet, den Mythos infrage zu stellen, wollen wir als ernstzunehmend und glaubwürdig gelten.

Bleibt die Frage, was wäre, wenn die Wahrheit hinter den 9/11-Ereignissen tatsächlich eine großangelegte Verschwörung wäre? Es wäre die endgültige moralische Bankrotterklärung der gesamten westlichen Welt. Es wäre eine Wahrheit, die zu offenbaren den zynischen und gnadenlosen Machtapparat der vermeintlich freiheitlichen und moralisch guten westlichen Welt bloßstellen würde.

Kürzlich hat der amerikanische Fernsehsender PBS eine Dokumentation ausgestrahlt, in der eine Wiederaufnahme der Ermittlungen gefordert wird in Anbetracht der Beweise, die eine kontrollierte Sprengung der WTC-Türme vermuten lassen:

Syrien: Orientexperte erhebt schwere Vorwürfe gegen den Westen

Als vor wenigen Tagen die Beobachtermission der Arabischen Liga in Syrien gestoppt wurde, war die Sachlage in den Medien klar: Assad hat die Gewalt nicht beendet, das Morden Unschuldiger geht weiter. Unterdessen liefert die in London ansässige „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ Informationen über die genaue Situation und die Zahl der Toten. Überprüfbar sind die Informationen natürlich nicht, dennoch werden sie unkritisch von allen Medien zitiert.

Nun hat der Orientexperte Prof. Dr. Günter Meyer von der Universität Mainz in einem Interview des Radiosenders Bayern 2 eine ganz andere Wahrheit verbreitet. Die Frage, ob die Beobachtermission gescheitert sei, verneint er klar. So sei die Zahl der Toten deutlich gesunken, sehr viele Gefangene seien freigelassen worden und überhaupt würden die westlichen Medien das völlig falsche Bild vermitteln, dass es sich einzig um Gewalt des Regimes gegen friedliche Demonstranten handeln würde. Meyer schildert eine völlig andere Sachlage:

Es ist ganz offensichtlich, dass wir es mit einer bewaffneten terroristischen Organisation zu tun haben, die für einen sehr großen Teil der Toten im Lande ebenfalls verantwortlich ist. Das ist durchaus auch in dieser Situation herausgekommen. Das heißt, wir haben eine klare Anti-Sichtweise gegen das Regime, eine Sichtweise, die massiv gestärkt wird durch die Interessen insbesondere der USA, aber auch durch die westlichen Verbündeten England, Frankreich, nicht zuletzt auch Deutschland. Es geht in erster Linie darum, die Achse Iran, Syrien, Hisbollah auszuschalten.

Der Radiomoderator fragt irritiert, es klinge „fast wie eine westliche Verschwörung gegen Syrien“. Meyer erhebt daraufhin schwere Vorwürfe gegen den Westen, der in Syrien einen Bürgerkrieg entfachen würde:

Wir haben es mit einem massiven Eingreifen von außen zu tun. Nicht zuletzt Berichte darüber, dass etwa 600 Mudschaheddin aus Libyen eingeflogen sind, initiiert vom CIA. CIA-Beamte, Geheimdienstbeamte, Frankreich und Großbritannien genauso, bilden Oppositionelle aus, rüsten sie aus in der Nähe von Iskenderia, nahe der syrischen Grenze, rüsten sie aus mit den Waffen, die aus den Arsenalen von Gaddafi herübergebracht werden, um hier einen Bürgerkrieg zu initiieren, um das Land insgesamt zu schwächen.

Auch betont Meyer, dass Assad nach wie vor die Mehrheit des syrischen Volkes hinter sich hat, wie eine Untersuchung der Katar-Stiftung ergeben habe. Dieses kurze Radiointerview präsentiert die Situation in Syrien völlig anders, als wir es seit Monaten in den Medien zu hören bekommen. Wie schon beim Libyeneinsatz handelt es sich auch hier aller Wahrscheinlichkeit nach um geostrategische Maßnahmen des Westens, die durch massive Propaganda verheimlicht werden. Sollten Meyers Vorwürfe stimmen und tatsächlich durch westliche Geheimdienstaktivitäten ein Bürgerkrieg ausgelöst werden, dann wäre Assad kaum vorzuwerfen, dass er diesen von außen initiierten Umsturzversuch mit Militärgewalt niederschlägt. Die Leidtragenden sind die Zivilisten.

 

Lesen Sie auch:

Syrien: Auszüge aus dem Bericht der Beobachtermission


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