Nachdem er später mit Bin Laden nach Afghanistan zurückgekehrt war, organisierte er zum Beispiel einen Teil der Finanzen der 9/11-Attentäter.
Erstaunlich, dass der Satz nicht im Konjunktiv 2 steht, denn es wird vorausgesetzt, dass Osama Bin Laden die Anschläge des 11. Septembers 2001 zu verantworten hat. Diese Gewissheit des SPON-Autors teilen die US-Behörden jedoch nicht. Zwar ist Bin Laden einer der “Most Wanted Terrorists“, jedoch werden ihm lediglich folgende Anschläge angelastet:
Usama Bin Laden is wanted in connection with the August 7, 1998, bombings of the United States Embassies in Dar es Salaam, Tanzania, and Nairobi, Kenya. These attacks killed over 200 people. In addition, Bin Laden is a suspect in other terrorist attacks throughout the world.
Am 5. Juni 2006 erklärte Rex Tomb, Chief of Investigative Publicity des FBI, auf die Frage, warum die 9/11-Anschläge nicht erwähnt werden:
The reason why 9/11 is not mentioned on Usama Bin Laden’s Most Wanted page is because the FBI has no hard evidence connecting Bin Laden to 9/11. Bin Laden has not been formally charged in connection to 9/11.
Seither hat sich an der Sachlage nichts geändert. Kurzum, SPON verbreitet Vermutungen als Tatsachen und folgt damit dem gängigen Kurs der Mainstream-Medien zum Thema 9/11.
Angesichts der Tatsache, dass bisher 43 deutsche Soldaten im Afghanistan-Einsatz ums Leben gekommen sind, hat die deutsche Öffenlichkeit ein Recht zu erfahren, ob die ursprüngliche Rechtfertigung dieses Krieges mit deutscher Beteiligung den Tatsachen noch gerecht wird. Auch fast neun Jahre nach den Ereignissen des 11. Septembers haben wir keinen Beweis dafür, dass Osama Bin Laden der Hauptdrahtzieher ist, der Einmarsch in Afghanistan ist somit illegitim. Und die Gewissheiten, die SPON verbreitet, müssen mit einem großen Fragezeichen versehen werden. Nichtsdestotrotz hält uns SPON immer auf dem Laufenden über die getöteten deutschen Soldaten, deren Leben für eine fragwürdige Kriegspolitik geopfert wurden.













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